Marienmonat Mai

Marienmonat Mai

„Alles neu macht der Mai“ heißt es in einem Volkslied. Wir nehmen wahr, wie sich die Natur mehr und mehr mit Leben füllt. Wie alles zu blühen beginnt. Vor allem nach diesem langen Corona-Winter blicken viele mit Hoffnung den Sommer-monaten entgegen. Im Mai denken wir auch vermehrt an Maria, die Mutter Jesu. Wir schmücken die Maialtäre und verehren sie in der Liturgie. Viele Gläubige suchen in ihr die mütterliche Seite des Glaubens. Wir suchen Hoffnung und Trost. Maria als Hoffnung für uns Christen. In vielen Texten und Liedern kommt dies zum Ausdruck. Etwa im „Salve Regina“, wo sie gegrüßt wird als unsere Hoffnung. Das wird auch im weiteren Verlauf des Textes sichtbar. Maria lässt die hoffen, die im Tal der Tränen sitzen. Sie lässt hoffen, weil durch ihr Ja zum Willen Gottes, Gottes Wort Fleisch annahm. Wie durch Jesu Geburt die Tür zum Paradies offensteht. Das gibt Hoffnung weiter zu sehen. Hoffnung, die die Vergangenheit kennt, die in der Gegenwart trägt, die bloße Zukunftserwartung übersteigt. Als vor einem Jahr Papst Franziskus im nahezu leeren Petersdom allein die Osternacht gefeiert hatte, sagte er: Heute Nacht erlangen wir ein Grundrecht, das uns nicht genommen werden kann: das Recht auf Hoffnung. Wir können Ängste haben und Sorgen, doch dieses Grundrecht bleibt. Es ist nicht nur ein Grundrecht, sondern Grundlage unseres Lebens. Wenn uns Hoffnung trägt, können wir auch Pessimismus ertragen.
Seit Jesu Auferstehung hoffen wir auf einen neuen Himmel und eine neue Erde.

Sei gegrüßt, o Königin, Mutter der Barmherzigkeit, unser Leben, uns're Wonne und uns're Hoffnung, sei gegrüßt. Zu dir rufen wir verbannte Kinder Evas, zu dir seufzen wir trauernd und weinend in diesem Tal der Tränen. Wohlan denn, uns're Fürsprecherin, wende deine barmherzigen Augen uns zu, und nach diesem Elend zeige uns Jesus, die gebenedeite Frucht deines Leibes. O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria!